Dreimal Gold für Benita Naumann bei Deutschen Meisterschaften
Bei ihrer erst zweiten Teilnahme an Deutschen Meisterschaften der Masters wurde Benita Naumann zum Überflieger. Nach ihrem schon sehr guten Einstand im vorigen Jahr und nach dem Wechsel in die Altersklasse 55 konnte sie sich im Vorfeld berechtigte Hoffnungen auf mindestens eine Medaille machen. Zur Überraschung aller, vor allem der nichtsahnenden Konkurrenten, erkämpfte sie über je 50m Rücken, Freistil und Schmetterling den Titel Deutscher Meister der Masters und somit drei Goldmedaillen. Alle Siege erschwamm sie in überlegener Manier und unterbot zudem die Thüringer und Kreisaltersklassenrekorde.
In der Altersklasse 70 der Herren mischte auf den Rückenstrecken erneut Dr. Peter Bauch mit. Er schwamm sehr sicher zu Platz zwei über 50m und Rang drei über 100m Rücken.
Die Erfahrung, dass Gegner mitunter wie aus dem Nichts auftauchen, musste Kerstin Zöhke, Altersklasse 40, über 50 und 100m Rücken machen. Auf der kürzeren Strecke belegte sie Platz sechs. Bei den 100m lief es etwas besser- sie schlug als Vierte an. Eine Medaille erkämpfte sie schließlich über 50m Schmetterling. Bis 45m noch in Führung liegend, musste sie ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen und doch noch eine Konkurrentin vorbei lassen. Ihre Silbermedaille hat sie sich schwer erkämpft.
Extra wegen seines einzigen Starts über 50m Brust war Bernd Lorenz, Altersklasse 65, angereist. Und es hat sich für ihn gelohnt: er erkämpfte die Bronzemedaille.
In ihrem letzten Jahr in der Altersklasse 45 bekam Sabine Penzel die jüngere und somit fast immer schnellere Konkurrenz kräftig zu spüren. Platz sieben über 100m Brust war diesmal das maximal Mögliche, zumal sie mit ihrer Zeit zufrieden war. Hoffnung auf eine Medaille konnte sie sich über 50m Brust machen. Mit 27 Hundertstel Sekunden Rückstand auf die Drittplatzierte verfehlte sie dieses Ziel jedoch knapp.
Kerstin Wünsche, Altersklasse 40 konnte sich weder mit Platz zehn noch mit ihrer Zeit über 50m Brust anfreunden.
Obwohl er keine Aussicht auf vordere Plätze hat, kann sich Gunter Walzel, Altersklasse 45, jedes Jahr neu motivieren, an den Deutschen Meisterschaften teilzunehmen- eine vorbildliche Einstellung! Seinen Einstand gab er über 200m Freistil. Mit einer besseren als der Meldezeit belegte er Platz zwölf. Nach 100m Brust schlug er als 25. und nach 50m Brust als 27. an.
Nicht ganz so top in Form wie in den letzten Jahren war die 4x50m Bruststaffel der Frauen, Altersklasse 120-159 Jahre. Allerdings hielt sich die Enttäuschung über den vierten Platz bei zwei Sekunden Rückstand auf den Bronzerang in Grenzen- es war an diesem Tag einfach nicht mehr drin. Überraschend kam dann allerdings die Disqualifikation wegen Frühstarts der vierten Schwimmerin, die dann jedoch kaum weh tat.
In Hamburg, dem Austragungsort der Meisterschaften waren Aktive aus 322 Vereinen am Start. Sie absolvierten 3681 Einzel- und 631 Staffelstarts. Geschwommen wurde in der Alster- Schwimmhalle.
S. P.